Wolfi kommt Heim und der Kampf mit der Praxis

Hier nun ein weiterer Bericht wie es weiter gegangen ist. Wie wir schon geschrieben hatten wurde Wolfi ja durch einen Mitarbeiter der Firma Rosengarten abgeholt, da wir Wolfi einäschern ließen. Zur Firma Rosengarten kann ich nur sagen, das dort alles sehr freundliche und sehr nette Mitarbeiter arbeiten, ein Team mit viel Einfühlungsvermögen für die Trauernden. Der Fahrer der Wolfi abholte lies uns die Zeit zum Abschied die wir benötigten. Als er dann abgeholt wurde, war dies der schlimmste und schwerste Tag in meinem Leben. Auch die Kollegen in der Filiale und im Krematorium waren jederzeit freundlich und beantworteten jede unserer Fragen ausführlich, sei es per Telefon oder Mail. Man erhielt umgehend eine Rückinfo. Wir können den Rosengarten nur empfehlen! Hier steht das verstorbene Tier an oberster Stelle. Menschlichkeit Professionalität werden hier groß geschrieben. Wenn gewünscht kann man auch einen Pfotenabdruck seines verstorbenen Tieres anfertigen lassen. Auch die Urnen werden nach Wunsch liebevoll bearbeitet. Alles wird mit liebe und mit Sorgfalt erledigt. Unsere Wahl würde immer wieder auf den Rosengarten fallen! An dieser Stelle nochmals Vielen Dank für alles! Am 19.10.2018 war es dann endlich soweit und wir konnten unseren Wolfi nach Hause holen. Dort hat er einen schönen Ehrenplatz bekommen.

Bezüglich des Arztes hier nochmal ein Kurzer Rückblick: Wie bereits schon geschildert kontaktierten wir am 02.10.2018 telefonisch die Praxis, die Wolfi zuvor behandelte und ließen uns mit der behandelnden Ärztin verbinden. Ihr teilten wir dann mit, das Wolfi plötzlich verstorben ist. Als die Behandelnde Ärztin dies erfuhr, war sie ganz geschockt und sie wollte wissen, wie dies passiert sei. Also teilten wir Ihr die Symptome mit, die vorausgegangen waren. Daraufhin meinte Sie dass es ggf. Herzkreislaufversagen gewesen sein könne, oder ein nicht entdeckter Tumor in der Milz der ggf. geplatzt sei. Da dies bei Husky mixen öfter vorkomme. Sie entschuldigte sich nochmals kurz und dann war das Gespräch beendet.

Nachdem wir die Schilddrüsentabletten zurückbrachten und uns nun das Röntgenbild aus der Praxis vorlag, lies uns dies immer noch keine Ruhe, da Wolfi ja wirklich so plötzlich ohne Vorwarnung verstarb. Daraufhin schrieben wir per Mail mehrere Tierärzte an und holten wir uns weitere Meinungen zu dem Röntgenbild ein.

Die erste Ärztin teile uns mit, dass man auf dem Röntgenbild eindeutig erkennen kann, dass das Herz vergrößert war, was auf eine Herzinsuffizienz hindeutet, und das Wolfi auf Grund dessen das dies nicht behandelt wurde verstarb.

Ein weiterer Arzt teilte uns mit, Das die Aufnahme leider nicht vollständig sei, aber man erkennen kann, dass der Linke Herzvorhof vergrößert war und dies auf eine Herzkrankheit hindeuten könne. Auf Grund dieses Bildes hätte der Behandelnde Arzt weitere Röntgenbilder des Herzens machen müssen, zumindest uns dies raten müssen, dass dies gemacht wird, um auszuschließen das mit dem Herz etwas nicht stimmt. Dies wurde aber hier nicht gemacht.

Daraufhin Kontaktierten wir die Praxis und konfrontierten diese mit der Diagnose der beiden anderen Ärzte, denn Wolfi wurde ja immer nur wegen einer angeblichen Bronchitis behandelt. Nach zwei Tagen erhielten wir dann folgende Nachricht:

Guten Tag Herr Surmann,

Darf ich Ihnen zunächst mein Bedauern und mein Mitgefühl zum Tod unseres Patienten, Ihres Wolfi, aussprechen! Weiterhin danke ich Ihnen für Ihre Geduld, die sie für die Bearbeitung ihrer Mitteilung aufgebracht haben. Ich habe den Fall nunmehr intensiv geprüft und bin zu folgenden Ergebnissen gekommen: Auf den ersten Überblick des Röntgenbildes vermag ich keine signifikante Vergrößerung des Herzens zu erkennen. Somit haben wir das Herz nach den klassischen Regeln vermessen und sind zu keinem anderen Ergebnis gekommen. Um Ihr möglicherweise gerechtfertigtes Misstrauen zu zerstreuen, haben wir die Aufnahme unser hoch geschätzten Kollegin, Fachtierärztin und Kardiologin, Frau Doktor V., zur Begutachtung übersandt. Auch sie kam zu dem gleichen Ergebnis. Darüber hinaus hat sie die massiven Lungenveränderungen bestätigt und möglicherweise sogar eine Lungenembolie als Todesursache vermutet. Obwohl weder eine Herzvergrößerung noch ein Herzgeräusch vorlagen, ist es natürlich auch möglich, dass die endgültige Todesursache ein Herzversagen war. Ich wünsche Ihnen, dass sie auch aufgrund der Distanz inzwischen den Tod unseres Patienten, ihres Wolfi, verarbeiten konnten. Jedenfalls hoffe ich, dass ich nunmehr dazu beitragen konnte. Ich wünsche Ihnen alles Gute

Mit freundlichen Grüßen

Dr. H.

Mit dieser Antwort gaben wir uns natürlich nicht zufrieden und kontaktieren die Praxis erneut, laut der Schilderung von Dr. H. könne auf dem vorliegenden Röntgenbild kein vergrößertes Herz festgestellt werden, auch die zugezogene Kollegin die Kardiologin habe dies verneint. Dann stellt sich mir allerdings die Frage, wie das denn sein kann, das deren Praxis das vergrößerte Herz nicht erkennt, aber zwei unabhängige Ärzte uns das Gegenteil schilderten. Zum anderen schrieb Herr Dr. H. jetzt plötzlich davon, dass bei Wolfi wohl massive Lungenveränderungen vorgelegen haben sollen. Dies wurde uns bei keinem unserer Arztbesuche so mitgeteilt, ferner wurde unser Hund als erstes wegen Zwingerhusten und dann wegen Bronchitis behandelt. Wie kann es dann sein das jetzt auf einmal von massiven Lungenveränderungen gesprochen wird.
Mir stellt sich nun erneut die Frage, warum uns das nie gesagt wurde, dass massive Lungenveränderungen vorlagen, sondern immer nur von einer Bronchitis gesprochen wurde. Zum anderen muss ich mich fragen warum die Ärztin dies dann nicht gesehen hat, sondern erst durch eine zweite Ärztin diagnostiziert wurde.

Auf Grund meiner Internet-Recherchen aber auch durch etliche Hinweise von anderen Tierbesitzern wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass es sich bei der Erkrankung meines verstorbenen Hundes Wolfi wohl ggf. um Lungenwürmer gehandelt haben könnte, denn die Symptome gleichen denen, an den Wolfi gelitten hatte. Dies hatte ich in der Praxis auch mehrfach angesprochen ob nicht doch Lungenwürmer vorhanden sein könnten, da man uns dies schon damals von mehreren Bekannten geraten hatte, danach zu fragen. Leider wurde dies ohne es jemals untersucht zu haben durch die Mitarbeiter verneint, mit der Begründung, das Wolfi ja nicht in südlichen Gefilden gewesen sei. Diese Aussage ist aber falsch, da wie ich jetzt weiß, schon etliche Studien beweisen haben, dass die Lungenwürmer auf Grund der gestiegenen Erkrankungen, weiter auf dem Vormarsch sind, und inzwischen ist der Lungenwurm fest in Deutschland heimisch geworden. Viele Infektionen jedoch blieben und bleiben laut Studie weiter unerkannt. Wenn das Haustier hustet und schwächelt, wird oft auf Allergie, Bronchitis oder auch Herzschwäche oder Altersherz therapiert.

So wie auch in unserem Fall wurde hier auf Grund der Symptome bei Wolfi auf eine Bronchitis behandelt und es wurden Antibiotika und Kortisontherapie verabreicht. Auf Grund der Behandlung mit Kortison oder Antibiotika, die aber meist nicht anschlagen bzw. die dann die körpereigene Abwehr herabsetzen, ermöglichen es so dem Parasiten erst recht den Weg freizumachen. Wird also fehl diagnostiziert so wie in unserem Falle bei Wolfi und dementsprechend behandelt, weil „Lungenwurm“ gar nicht in Betracht gezogen wird, kann dem Tier auch nicht geholfen werden, weil nichts anschlägt, was letztendlich bis zum elenden Tod führen kann.

Auf Grund der Symptome und der Aussage, dass durch die Tierärztin die sich das Röntgenbild angesehen hat massive Lungenveränderungen vorhanden waren, von denen uns nie etwas gesagt wurde, es wurde lediglich mitgeteilt, dass es sich hierbei um eine Bronchitis handele, da die Bronchien entzündet seien, gehe ich nun davon aus, das Wolfi doch an den Lungenwürmern verstorben ist.

Nun erhielten wir wieder eine Nachricht von Dr. H.

Tut mir sehr leid! Wie ich Ihnen mitgeteilt hatte bin ich erst seit gestern aus dem Urlaub zurück und hatte wie sich vorstellen können noch keine Gelegenheit. Mit freundlichen Grüßen

Dies ist nun allerdings auch schon wieder einige Tage her. Also habe ich heute nochmals an die Beantwortung meiner Fragen erinnert:

Folgende Punkte erwarte ich geklärt zu wisse.

Punkt 1: wie kann es sein, dass das vergrößerte Herz nicht erkannt wurde, obwohl mir zwei andere unabhängige Ärzte dies bestätigen.

Punkt 2: warum wurde uns zu keinem Zeitpunkt gesagt, dass unser Hund massive Lungenveränderungen hatte, sondern lediglich von einer Bronchitis gesprochen wurde.

Punkt 3: Waren ggf. die Schilddrüsen Medikamente zu hoch dosiert, auf Grund des Herzens. Warum erfolgte keine Rücksprache mit Frau Dr. sondern nur mit einer Schwester zwischen Tür und Angel.

Punkt 4: Könnte es nicht doch sein, das mein Verdacht der Lungenwürmer korrekt war, diese aber nicht erkannt wurden, und unser Hund dementsprechend falsch behandelt wurde?

Diese oben genannten Punkte erwarte ich bis spätestens Montag 12 Uhr geklärt zu haben. Andernfalls behalte ich mir weitere Schritte vor. Bisher kam leider noch keine Reaktion seitens der Praxis. Ich werde weiter berichten.